Geräte am Markt2018-08-23T12:51:59+00:00

SYSTEME

PRODUKTVIELFALT AM MARKT

Wie in vielen anderen High-Techbereichen auch, ist auch in Sachen Elektrostimulation mehr als nur ein Hersteller mit Geräten am Markt. Auf dieser Seite möchten wir Dir die einzelnen Produktgruppen vorstellen – ohne Bewertung und über alle Hersteller hinweg.

Neben den bereits recht verbreiteten Handgeräten mit klebbaren Elektroden sind inzwischen auch Bekleidungsstücke wie Westen, Hosen oder Bauchtrainer verfügbar. Funktionieren tun diese Bekleidungsstücke alle ebenso wie auch die Handgeräte mit Elektroden und direktem Hautkontakt. Sinn und Zweck der Bekleidung ist vielmehr die Bewegungsfreiheit beim Einsatz von Elektrostimulation (NMES) innerhalb des Trainings.
Im Vergleich zu verkabelten Handgeräten kann das ein Vorteil sein, immerhin entfallen am Körper zu verlegende Kabel und machen den Bewegungsfluss unproblematischer.

Kabellose (Wireless-) Geräte wiegen diesen Nachteil wieder auf und erlauben mittels flexibler Haltebänder die Fixierung der Elektroden auch bei ruckartigen Bewegungen. Durch die fehlende Bindung an ein Kleidungsstück entfällt auch das stärkere Schwitzen im Training an den Trainingszonen.

Den seit vielen Jahren durch die Homeshopping TV-Kanäle geisternden „Bauchweg-Gürtel“ einiger Hersteller hat inzwischen fast jeder mindestens einmal wahrgenommen und in nicht wenigen Haushalten wurde damit auch experimentiert. Inwieweit man mit einem Homeshopping-Bauchgurt überflüssige Pfunde verlieren und gegen einen Sixpack wie beim werbenden Model eintauschen kann, überlassen wir der Phantasie. Fakt ist aber, auch Buchmuskeln lassen sich gut trainieren…

Insbesondere die Boom-Sportart Crossfit vereint fast alle Produktgruppen und deren Athleten haben die Elektrostimulation für sich entdeckt. Ganz sicher nicht zufällig, denn auch und gerade in dieser Kombinationssportart aus Kraftsport wie Eigengewichtsübungen und Gewichtheben, Turnen und Sprint wird der ganze Körper in Training und Wettkampf an seine Grenzen gebracht. Was liegt näher als mit Hilfe der Elektrostimulation / NMES das Training effizienter zu gestalten, Verletzungen vorzubeugen und vor allem die Erholung zu optimieren. Ist es dann doch zu einer Überlastung oder Verletzung gekommen, kann die Elektrotherapie mit Schmerzprogrammen und TENS wirksam Linderung verschaffen und die Heilung beschleunigen. Crossfit-Sportler nutzen gerne Handgeräte, aber auch Funktions-Kleidungsstücke. Zahlreiche auf Crossfit spezialisierte Studios zeigen, wie funktionell NMES in Hochleistungssportarten eingesetzt werden kann.

Nachfolgend führen wir Sie informierend aber der Vielfalt wegen nicht erschöpfend durch die Welt der NMES-Gerätschaften.

TENS-GERÄTE
Compex Stimutrodes Wireless

TENS

THERAPIEGERÄTE MIT TENS-FUNKTION

TENS hilft bei zahlreichen Schmerzsyndromen wie schmerzhaften Verspannungen und Muskelschmerzen, Gelenk- und Wirbelsäulenschmerzen, Nerven- und auch rheumatischen Beschwerden. Dabei ist TENS eine, nicht den Körper verletzende – also nichtinvasive, medikamentenfreie, zuverlässig wirksame, nebenwirkungsarme, kostengünstige Methode zur Stimulation der Nerven im Schmerzgebiet. Die elektrischen Impulse bewirken eine Art „Gegenirritation“ im Gehirn und erreichen somit eine Schmerzlinderung.
Compex FIT 1.0

Compex FIT 1.0 und FIT 5.0 (Wireless) stellvertretend für die Compex-Produktrange. ALLE Compex-Geräte beherrschen TENS in unterschiedlicher Ausprägung.

WAS BENÖTIGE ICH?

Soll das Gerät Ihnen mit einem Basisprogramm bei der Linderung von Schmerzen helfen und kann auf spezielle Schmerzprogramme verzichten, reicht ein sehr preiswertes TENS-Gerät ohne sonstigen Funktionsumfang aus. Solche einfachen Geräte gibt es bereits unter 100 Euro. Sie arbeiten mit einfachen Klebeelektroden mit Steck- oder Clipverschluss und sind mit simplen Displays ausgestattet.  Präventionsprogramme zur Vermeidung von Schmerzen durch den Aufbau oder Erhalt von Muskulatur fehlen in der Regel ebenso wie auch Reha-Pogramme.

PROGRAMME UND KANÄLE

Aufwändigere Geräte beinhalten TENS als Bestandteil der Ausstattung und bieten über die Basisfunktionalität hinaus hochspezialisierte Schmerzprogramme für die unterschiedlichsten Schmerzbereiche. Dazu gehören zum Beispiel die oft bei Läufern auftretenden Sehenentzündungen, Bandscheibenprobleme oder der Tennisellenbogen. Bei besseren Geräten gehören evtl. auch schon Programme für die Rehabilitation zum Funktionsumfang.

Die Anzahl der Kanäle gibt Aufschluss über die Zahl der einzeln ansteuerbaren Elektrodenpaare. Ein Gerät mit 2 Kanälen steuert also 2 Paare (4 Elektroden) an, während ein 4-kanaliges Gerät bereits 4 Paare (8 Elektroden) bedient. Bei der gleichzeitigen Behandlung multipler Schmerzzonen sind also mehrkanalige Geräte im Vorteil – für Geräte mit Trainingsprogrammen und Massagefunktionen gilt dies natürlich erst recht und spart viel Behandlungszeit.

TIPPS FÜR IHRE ENTSCHEIDUNG – Stellen Sie sich vor dem Kauf eine Liste mit Ihren Ansprüchen an das Gerät zusammen und gleichen Sie diese Liste mit den in Frage kommenden Geräten Punkt für Punkt ab. Ein Beispiel:

  • Wird ihre Schmerzproblematik von dem Gerät mit einem speziellen Programm bedient oder wird ein Basis-TENS-Programm genutzt?
  • Wieviel Programme gibt es neben diesem Programm noch für weitere Anwendungen?
  • Gibt es Präventionsprogramme gegen Schmerzen?
  • Fährt das System den Reizstrom zur Eingewöhnung langsam hoch und bei Beendigung des Programms auch langsam wieder herunter?
  • Ist ein sensorisches System integriert, welches die Reizstromstärke selbständig anpasst?
  • Wieviel Kanäle benötige ich jetzt und in der Zukunft um gleichzeitig mehrere Bereiche zu behandeln?
  • Eignet sich ein kabelloses Gerät besser für die Anwendung, weil der Schmerzpunkt ungünstig liegt und Kabel stören würden?
FITNESS- UND SPORTGERÄTE
Sanitas SEM 43Cefar Easy TENSDittmann TEN250

TENS-Geräte (von links nach rechts)   Sanitas SEM43, Cefar Easy und Dittmann TEN250

FITNESS / SPORT

NMES FÜR ALLTAG, FITNESS UND SPORT

Der Einsatz von Elektrostimulation in Alltag, Sport und Reha bringt viele Vorteile mit sich und hat sich bei sehr vielen Anwendern schon nach kurzer Zeit einen festen Platz im Leben erworben. Das ist auch nicht verwunderlich, denn es ist einfach, günstig und jederzeit und überall anwendbar. Zahlreiche Sportler machen ihre ersten Erfahrungen mit der Elektrostimulation bei Therapie und Schmerzbehandlung; dabei entdecken sie die Vorzüge des Systems bei der Erholung nach Sport- und Wettkampf. Das ist wohl der klassische Werdegang eines Anwenders – doch damit ist die Anwendungsvielfalt noch nicht erschöpft…

Was vor einem Jahrzehnt von einigen Kritikern noch belächelt wurde, nämlich der Muskelaufbau durch Elektromuskelstimulation, hat sich inzwischen von einer Nische zu einem globalen Trend entwickelt. Fitnessstudios die Training mit NMES-Geräten jeglicher Coleur anbieten, gibt es bald an jeder Ecke und erfreuen sich stark steigender Beliebtheit. Bei deren Kundschaft handelt es sich aber keineswegs um Hochleistungs- und Kraftsportler, sondern auch und vor allem um fitnessorientierte Menschen, die ihre kostbare Zeit möglichst effektiv investieren möchten. Stundenlange Kraft- und Fitnessübungen sind dank NMES nicht notwendig.

Die Elektrostimulation arbeitet dabei als unterstützendes System und verstärkt die Muskelkontraktion bei zahlreichen Übungen am ganzen Körper. Vorteil dieser Methode ist der gelenkschonende Aspekt des Trainings. Das Auflegen und Umstecken von weiteren Gewichten entfällt, Steigerungen werden durch Erhöhung des Reizstroms realisiert. Das schont den Körper, hat aber den gleichen Effekt. Die unglaubliche Effektivität dieser Methode ermöglich Dir in kurzer Zeit große und spürbare Fortschritte zu machen. Gerade für die klassischen Problemfälle wie Rücken und Bauch bei eher sitzenden Tätigkeiten kann die Elektrostimulation mit geringem Zeitaufwand schnell zur Stabilisation beitragen.

Ist NMES also nur etwas für Kraftübungen, wenn wir von Gewichten sprechen? Nein, denn so wie es mit Gewichten (Widerstand gegen den der Muskel agiert) funktioniert, klappt dies ebenso auch beim Lauftraining (Outdoor wie Indoor), auf dem Rad oder Ergometer oder auch bei zahllosen Eigengewicht-Fitnessübungen zur Stärkung der Muskulatur. Ideal ist die Elektrostimulation als ergänzendes Element in einem ausgewogenen Training aus Kraft, Kondition und Koordination.

GERÄTEVIELFALT

Zum Einsatz kommen dabei neben Handgeräten mit klebbaren Elektroden auch Kleidungsstücke, komplette Anzüge oder auch Gurte. Einfache Geräte geben dabei die eingestellte Reizstromstärke vor, der Anwender reagiert darauf mit seiner Übung bis zum Pausenintervall. Die Einstellung der Stärke wird vom Anwender vorgegeben und ggf. erhöht. Intelligente Geräte sind in der Lage die Muskellänge selbst einzumessen und das Training so ganz individuell abzustimmen, ohne Angst vor einem Monster-Muskelkater am nächsten Tag.

COMPEX SP8.0

Compex SP 6.0 und SP 8.0 (Abb. SP8.0) sind für den Sport- und Rehabereich gut ausgerüstet

COMPEX SP8.0

Die Powerdot-Geräte setzen auf ein Smartphone mit App als Steuerzentrale und sind ebenfalls per Funk mit dem Steuergerät verbunden

WAS BENÖTIGE ICH?

Welche Muskelgruppen sollen trainiert und behandelt werden? Mit steigendem Funktionsumfang erweitern sich die Möglichkeiten ebenso wie bei den TENS-Geräten und erlauben spezifische Trainingsformen für bestimmte Muskelgruppen. Gleiches gilt auch für Entspannungs- und Massageprogramme, Kapillarisation, Schmerzbehandlung und Rehabilitation.

KABEL ODER WIRELESS

Ein Wort zu kabelgebundenen und kabellosen Geräten: es ist nachvollziehbar, dass ein kabelloses (Wireless) Gerät maximale Bewegungsfreiheit erlaubt. Das Handsteuergerät muss dabei noch nicht einmal „am Mann“ sein, es kann irgendwo in der Nähe liegen. Funkgesteuerte Elektroden besitzten eigene Akkus und benötigen vom Steuergerät nur Informationen über das gewählte Programm, Intensität und den Auslöseimpuls. Trotzdem haben kabelgebundene Geräte natürlich den gleichen Effekt auf das Training wie Wireless-Geräte.

STIFT- ODER SNAP-ON-ELEKTRODEN

Elektroden mit Stiftanschluss (2mm) sind weit verbreitet und bieten die gleiche Leitfähigkeit wie Elektroden mit Snap-Verschluss. Snap-Verschlüsse lassen sich etwas leichter anschließen und entfernen.

KANÄLE

Gerade bei der Anwendung im Sport- und Fitnessbereich empfiehlt sich die Wahl eines Geräts mit 4 Kanälen. Im Gegensatz zur reinen Schmerztherapie werden bei Training und Regeneration sowie auch bei Entspannungs- und Massageprogrammen meist mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen.

TIPPS FÜR IHRE ENTSCHEIDUNG – Stellen Sie sich vor dem Kauf eine Liste mit Ihren Ansprüchen an das Gerät zusammen und gleichen Sie diese Liste mit den in Frage kommenden Geräten Punkt für Punkt ab. Ein Beispiel:

  • Welche Muskelgruppen sollen in das Training, Erholung und Massage einbezogen werden?
  • Gibt es für ihre wesentlichen Anwendungsgebiete spezifische Programme?
  • Wieviel Programme gibt es neben diesem Programm noch für weitere Anwendungen?
  • Fährt das System den Reizstrom zur Eingewöhnung langsam hoch und bei Beendigung des Programms auch langsam wieder herunter?
  • Ist ein sensorisches System wie z.B. Muscle Intelligence (MI) integriert, welches die Reizstromstärke selbständig anpasst?
  • Eignet sich ein kabelloses Gerät besser für die Anwendung, da beim Training Kabel stören würden?

STEUERGERÄT ODER SMARTPHONE

Ob nun mit eigenem Steuergerät oder ohne, die Funktionen sind von der Geräteausrichtung abhängig. Bei kabelgebundenen Geräten kommt die Stromversorgung aus dem Akku des Steuergeräts. Wireless-Geräte haben eine eigene, kleine Stromversorgung, die unabhängig vom Steuergerät aufgeladen werden muss. Gleiches gilt auch für Smartphone-gesteuerte Geräte, bei denen das Steuergerät per App und Bluetooth mit dem Impulsgeber kommuniziert.

Bluetens Trio 600Axiopn Stim-Pro X9

Bluetens BLT01 für iOS/Android-Smartphones und Axion Stim Pro X9

Slendertone OptimumSport Elec Multisport Pro

Slendertone Optimum und Sport Elec Multisport Pro

GANZKÖRPERSYSTEME

STUDIO- UND PERSONAL TRAINING

Vor allem im Studiobereich haben sich in den letzten Jahren Trainingssysteme für das Ganzörpertraining zu einem echten Trend entwickelt. Mit Trainingswesten, Shirts und Hosen samt integrierter Verkabelung und einem Steuergerät lassen sich so unter Anleitung und nach kurzer Eingewöhnung auch alleine komplexe Trainings durchführen, die den gesamten Körper einbeziehen.

Diese Trainingsform ist außerordentlich effektiv und zeitsparend und macht in der Gruppe viel Spaß. Die dafür benötigten Geräte und die Funktionskleidung werden vom Studiobetreiber oder Trainer gestellt. Der Einstieg in das EMS-Training geschieht immer unter Anleitung, meist in der Gruppe – auf Wunsch auch individuell betreut. Dabei werden die Sportler zunächst und ähnlich dieser Website mit der grundsätzlichen Funktion von Muskeln und Nerven bekannt gemacht, bevor es an das praktische Umsetzen geht.

Das Ganzkörper-Training funktioniert identisch wie jenes mit Handgeräten, ist aber zeitsparender, wenn gleich mehrere Muskelgruppen trainiert werden sollen. Ähnlich dem Zirkeltraining durchläuft man so die selbst gewählten Trainingsprogramme der Reihe nach ohne Elektroden neu anlegen zu müssen.

MIHA Bodytec Steuergerät
MIHA Bodytec

MIHA Bodytec Studiogerät und Trainingskleidung für das Ganzkörpertraining (Fotomaterial Bodytec)