Anwendung2018-10-23T15:56:24+00:00

ANWENDUNG

NMES UND SEINE MÖGLICHKEITEN IN DER PRAXIS

Auf der Startseite haben wir bereits die Einsatzgebiete von NMES gezeigt. Nachfolgend möchten wir etwas tiefer in die Materie einsteigen und konkrete Beispiele beschreiben.

Die Anwendung ist immer gleich simpel – egal ob für Sport, Alltag oder Rehabilitation. Für nahezu jedes muskuläres Problem, den Wunsch nach Entspannung oder Aufbau durch Training gibt es ein entsprechendes Programm mit einem vorgegebenen Stimulationsmuster. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Schmerzprogramme per TENS. Es ist allerdings nicht damit getan einen simplen Reizstrom über die Elektrode an den Nerv zu leiten und sich kurz darauf über einen Effekt freuen zu können. Moderne und gut ausgestattete Geräte bieten ihren Anwendern teilweise komplexe Programmabfolgen an, die ganz speziell für den Anwendungsbereich und die Muskelgruppe programmiert wurden und diese ganz spezifisch behandeln und/oder trainieren können.

Reine TENS-Geräte gibt es schon für wenig Geld. Ihr Einsatzbereich ist klein und nur auf die Schmerzbekämpfung ausgelegt. Der Unterschied zwischen einem TENS- und einem NME-Gerät liegt in der Zielsetzung. Bei NMES (EMS) geht es nicht um die reine und schnelle Schmerzbekämpfung, auch wenn qualitativ hochwertige Geräte dieser Gattung dieses Ziel über ähnliche Programme und die Freisetzung von Endorphinen ebenfalls erreichen. Vielmehr helfen die Geräte der NMES-Klasse bei der langfristigen Abstellung vom Schmerzen über die Arbeit an der ursächlichen Problematik im muskulären Bereich. Wer seine Kraft verbessert und die Mukslekordination optimiert, verbessert auch seine Widerstandsfähigkeit gegen Verletzungen und regeneriert schneller.

Auch wenn wir auf dieser Seite zwischen den drei Anwendungsbereichen unterscheiden, so gibt es doch mehr oder weniger große Mischbereiche in der tatsächlichen Anwendung. Soll ein Gerät primär für die Nutzung im Alltag angeschafft werden um Verspannungen zu lösen, lokale Schmerzen zu behandeln oder auch nur um eine Massage zu genießen, so macht es auch Sinn sich über den Ursprung Gedanken zu machen. Mit einem gezielten und zeitlich kurzen Training lassen sich Probleme schon im Vorfeld vermeiden. Es macht also Sinn sich Gedanken darüber zu machen, inwieweit der Funktionsumfang eines EMS-Geräts das Leben nachhaltig verbessern kann, indem man es umfänglicher nutzt als gedacht.

ALLTAG

Gerade im Alltag entstehen viele Beschwerden durch zu wenig Bewegung, ungewohnte Belastungen, Disbalancen oder als Folge von Verletzungen. Der Einsatz von NMES ist daher nicht nur für Sportler und Therapiezwecke hilfreich, sondern auch zum alltäglichen Gebrauch.

Wie im Eingangstext bereits angemerk: Schmerzen haben einen Ursprung, der nicht selten durch eine Kräftigung oder eine Beseitigung von Disbalancen korrigiert werden kann. Die Elektrostimulation kann dabei helfen und präventiv wirken, ohne Mitgliedschaft im Fitnessclub und zeitraubendes Training.

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Elektromuskelstimulation kann bei Verspannungen durch eine Entspannungsmassage Muskelspannungen reduzieren.

Elektromuskelstimulation kann das Schweregefühl in den Beinen beseitigen.

Elektromuskelstimulation kann durch spezifischen analgetischen (schmerzlindernden) Strom Nackenschmerzen abmildern oder stillen.

-Rund 80% der Deutschen leiden an Rückenschmerzen

-Schon 35% der jüngeren Bevölkerung sind betroffen von Bandscheibenproblemen

-80% der chronischen Rückenschmerzen sind auf eine Vernachlässigung der  Rückenmuskulatur zurückzuführen

(Quelle: Grönemeyer: Mein Rückenbuch, 2004)

Elektromuskelstimulation kann bei akuten Rückenschmerzen eingesetzt werden, um die Schmerzen zu lindern aber auch um die Rückenmuskulatur zu stärken und somit Rückenschmerzen vorzubeugen.

Die Ursache für Rückenschmerzen sollten immer von einem Arzt oder Therapeuten abgeklärt werden.

Elektromuskelstimulation kann durch Entspannungsmassagen Muskelspannungen reduzieren und so wohltuend wirken.

SPORT UND FITNESS

Für viele Sportler in Ausdauer- und Kraftsportarten ist NMES inzwischen ein unverzichtbares Element im Training, der Regeneration nach Training und Wettkampf und natürlich als effektives Hilfsmittel für die Verletzungsprävention durch das kontrollierte Aufwärmen der Muskulatur.

Die Liste der Sportarten ist dabei nahezu endlos, denn jeder Sport spricht bestimmte Muskelgruppen an und kann von der Elektrostimulation profitieren. Einen hohen Verbreitungsgrad von NMES gibt es beispielsweise in allen Laufsportarten und vor allem jenen mit hohen Leistungsumfängen. Radsport und Triathlon sind geradezu klassische Sportarten für NMES, ebenso wie auch Crossfit und die ganze Bandbreite an Kraftsportarten. Auch in den Teamsportarten wie Fußball, Handball, Basketball, Eishockey und vielen mehr findet die Elektrostimulation seit Jahren begeisterte Anhänger.

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Die Elektrostimulation ermöglicht eine sehr intensive Arbeit an ausgewählten Muskeln. Diese Arbeit kann sich je nach gewähltem Programm an der Entwicklung spezieller Qualitäten orientieren: beispielsweise Ausdauer, Kraft und Widerstand.

Der Muskeltonus und die Muskelmasse können verbessert werde. Auch die Kraft und Geschwindigkeit der Muskelkontraktion kann verbessert werden.

Kraftausdauer bedeutet eine bestimmte (benötigte) Kraft nicht nur einmal aufbringen zu können sondern über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können. Kraftausdauer-Programme steigern zunächst die maximale Kraft und optimieren dann über Wiederholungen und längere Zeiträume die Kondition.  Dabei wird die Muskelermüdung immer weiter verzögert und ermöglicht Leistungen mit hoher Intensität über größere Zeiträume.

Die Elektrostimulation ist für das Training der Kraftausdauer ein geradezu idealer Trainingspartner. Zahllose Beispiele aus dem Kraftsport und Crossfit belegen das – ebenso wie z.B. auch Radsportler, die über große Strecken extreme Widerstände (Berg, Wind, Sprint, Verfolgung…) bewältigen müssen.

Wie ein Muskelkater entsteht, ist heute noch umstritten. Lange glaubte die Wissenschaft an eine zu hohe Konzentration von Milchsäure (Laktat) im Muskel. Heute gehen die meisten Sportwissenschaftler eher von winzigen Rissen in der Muskulatur aus, die die unangenehmen Schmerzen verursachen.

Eine sich verbessernde Kondition, Kraftausdauer und Koordnination ist das wirksamste Mittel um Muskelkater gar nicht erst entstehen zu lassen. Ist er aber erst einmal da, kann die Elektrostimulation wirksam helfen die Symptome schnell abzubauen. Entsprechende Massage- und Durchblutungsprogramme sorgen für eine deutlich erhöhte Durchblutung der Muskulatur und den schnellen Abbau von Schlackestoffen. Die Muskulatur wird entkrampft und gelockert, steht sich durch eine auf das Normalmaß reduzierte Muskelspannung (Tonus)  auch nicht mehr selbst im Weg und vermeidet so z.B. auch das Entstehen von Disbalancen durch eine unterbewusste Schutzhaltung.

Muskelstraffung ist besonders an den allgemein bekannten Problemzonen BBP (Bau, Beine, Po) ein Thema und soll das darüber liegende Gewebe und die Haut straffen. Das Prinzip dahinter ist schnell erklärt: nur eine straffe Muskulatur ist in der Lage Gewebe und Haut zu straffen und optisch wie funktionell vital erscheinen zu lassen. Der Abbau von Fettpölsterchen gehört mit zu einem Straffungsprogramm und ist im Konditionsbereich angesiedelt.

Elektromuskelstimulation kann durch Entspannungsmassagen Muskelspannungen reduzieren und so wohltuend wirken.

THERAPIE UND ERHOLUNG

Viele überzeugte Anwender sind über die (Elektro-) Therapie einer Verletzung zu NMES gekommen und haben in Folge auch die zahlreichen weiteren Vorzüge der Methode für sich entdeckt. Nach wie vor ist die Rehabilitation und Schmerzlinderung aber bei allen Anwendern ein wesentlicher Bestandteil ihres Nutzungsverhaltens. Dabei sind so weit verbreitete Beschwerden wie Hexenschuss, Bandscheibenprobleme, Tennisarm nur ein kleiner Auszug dessen was NMES erfolgreich lindern kann.

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TENS hilft bei zahlreichen Schmerzsyndromen wie schmerzhaften Verspannungen und Muskelschmerzen, Gelenk- und Wirbelsäulenschmerzen, Nerven- und auch rheumatischen Beschwerden. Dabei ist TENS eine, nicht den Körper verletzende – also nichtinvasive, medikamentenfreie, zuverlässig wirksame, nebenwirkungsarme, kostengünstige Methode zur Stimulation der Nerven im Schmerzgebiet. Die elektrischen Impulse bewirken eine Art „Gegenirritation“ im Gehirn und erreichen somit eine Schmerzlinderung.

Gleichwohl ist TENS nicht in der Lage eine Ursache abzustellen. Es gilt, wie anfänglich beschrieben, am Ursprung der Schmerzen zu arbeiten und die Problematik nachhaltig abzustellen. Dafür sind reine TENS-Geräte nicht geeignet. In diesem Fall ist es ratsam sich ein hochwertiges NMES-Gerät zuzulegen und durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Kräftigung einen langfristigen Effekt zu erzielen.

Elektromuskelstimulation wird auch zur Linderung chronischer oder stechender Schmerzen eingesetzt.

Des Weiteren auch zur Linderung der Beschwerden von Patienten, die an Durchblutungsstörungen leiden. Dies kann zum Gefühl schwerer Beine infolge von arterieller Insuffizienz führen, wodurch diese Patienten aufgrund der Schmerzen ein eingeschränktes Gehvermögen aufweisen können.

Schmerz ist ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Schmerzlinderung hat heutzutage eine Priorität, bei der die Elektrostimulation ihren festen Platz hat. Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Neuralgien sind Indikationen für Elektrostimulation zur Schmerzlinderung, die Sie selbst durchführen oder durch einen Therapeuten vornehmen lassen können.

Unter Lumbago, im Volksmund gängigerweise als „Hexenschuss“ bezeichnet, versteht man starke akute Rückenschmerzen im Bereich der Lenden. Sie gehören zu den häufigsten Rückenschmerzen.

Lumbago tritt meist plötzlich nach ruckartigen Bagatellbewegungen wie Heben, Bücken, Drehen, etc. auf. Die Schmerzen sind sehr intensiv, der Patient kann sich anfangs kaum noch bewegen und verfällt aufgrund der schmerzbedingten Bewegungseinschränkung in eine Schonhaltung. Die Rückenschmerzen können nicht nur im Bereich der Lendenwirbel, sondern auch nach thorakal ausstrahlen. Weiterhin liegen muskuläre Verspannung und Druckschmerzhaftigkeit vor.

Bei einigen Lumbago-Patienten treten chronische oder rezidivierende Rückenschmerzen im Bereich der Lenden (chronische Lumbalgien) auf.

Ursache für Lumbago sind meist Muskelzerrungen oder Wirbelblockaden. Auch eine Bandscheibenvorwölbung (Protrusio) oder ein Bandscheibenvorfall (Prolaps) kann diese Symptome hervorrufen (geht aber zusätzlich oft mit sensorischen und motorischen Ausfällen einher). Als seltene Ursachen für starke Rückenschmerzen kommen auch Entzündungen und Tumoren im Bereich der Wirbelsäule in Betracht.

Um die Ursache für die Schmerzen abzuklären führt der Arzt oft neben gezielter Anamnese und körperlicher Untersuchung eine neurologische Untersuchung (Lendenregion und unteren Extremitäten) durch. Um einen Bandscheibenvorfall auszuschließen kann eine bildgebende Diagnostik (Röntgenuntersuchung, CT, MRT, etc.) erfolgen.

Epicondylitis (auch Epikondylopathie; Epikodylose oder Epikondyalgie) ist ein erworbener, schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms, die an den beiden Knochenvorsprüngen oberhalb des Epikondylus am distalen Teil des Oberarmknochens entspringen.

Die Erkrankung wird der Gruppe der Enthesiopathien zugeordnet.

Es gibt zwei Formen:

  • Epicondylitis radialis humeri (auch Tennisellenbogen; Tennisarm oder Epicondylitis humeri lateralis): am äußeren Epikondylus des Oberarmknochens (Strecker des Handgelenks und der Finger).
  • Epicondylitis ulnaris humeri (auch Golferellenbogen, Golferarm oder Epicondylitis humeri medialis): am inneren Epikondylus des Oberarmknochens (Beuger des Handgelenks und der F

Eine Epicondylitis entsteht durch Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur. Mögliche Auslöser sind:

  • einseitige Beanspruchung (z. B. bei Tastatur-/Mausbenutzung, siehe auch: Repetitive Strain Injury Syndrom, Sportklettern)
  • Fehlhaltungen im Beruf, bei der Haus- und Gartenarbeit oder in der Freizeit
  • falsche Technik bei Schlägersportarten (der Griffumfang spielt dabei wohl keine Rolle[1])
  • bei Schlafhaltung in Seitenlage (Verwendung des stark gebeugten Armes als Kopfstütze)

Als Muskelatrophie (auch: Muskelschwund, Amyotrophie) wird der Schwund (Atrophie) der Skelettmuskulatur bzw. die Verkleinerung des Muskelquerschnitts bezeichnet, die meist auf eine verminderte Beanspruchung zurückgeht.